Wingertsbergpark in Simmern

Die bereits angelegte Drahtrahmenanlage des Wingerts (© Ingenieurges. Siekmann + Partner mbH)Blick auf den "Wingertsbergpark" von oben im November 2010 (© Ingenieurges. Siekmann + Partner mbH)Leader-Projekt, LogosDas neu gestaltete Simmerbachufer während der Bauphase (© Ingenierges. Siekmann + Partner mbH)Lage des "Wingertsbergparks" in der Stadt Simmern (© Ingenierges. Dr. Siekmann + Parntner mbH)Beispiel einer Seniorenaktivfläche (© Firma Playfit GmbH)

Zwischen der Mühlengasse und der Koblenzer Straße befand sich vor kurzem eine nur noch wenig genutzte Kleingartenanlage. Aufgrund der herrlichen Lage direkt am Simmerbach und nahe des Stadtzentrums wurde beschlossen, hier einen ca. 1 ha großen Stadtpark anzulegen. Das Projekt ist damit Bestandteil des 2003 beschlossenen Gesamtkonzepts zur Erschließung der Simmerbachaue im Stadtgebiet, das zum Ziel hat, die Simmerbachaue für die Bevölkerung erlebbar zu machen.

Der Name "Wingertsbergpark" rührt von der Flurbezeichnung "Am Wingertsberg". Da dies auf eine ehemalige weinbauliche Nutzung schließen lässt, sollen nun auf rund 400 m² Südhanglage wieder Weinreben und Tafeltrauben angebaut werden. Experten sind sich einig, dass die kleinklimatischen Verhältnisse für den Anbau robuster Sorten geeignet sind. Die Betreuung des Weinbergs übernimmt die AG "Weinbau" des Herzog-Johann-Gymnasiums in Simmern. Die Drahtrahmenanlage des Weinbergs wurde bereits vergangenen Herbst durch die Schüler aufgebaut, die Reben sollen im kommenden Frühjahr gesetzt werden.

Die Bauarbeiten begannen im September 2010 mit der vollständigen Räumung des Geländes. Neben den Wegebauarbeiten und der neuen Holzbrücke wurde ein Teil des Ufers der Simmerbachaue renaturiert. Das Ufer wurde abgeflacht, so dass die Bevölkerung nun direkten Zugang zum Simmerbach hat.

Aufgrund der Nähe zu 3 Seniorenwohnheimen wurde beschlossen, im "Wingertsbergpark" eine Seniorenaktivfläche zu installieren. Diese besteht aus mehreren Fitnessgeräten, die ein sanftes Training an der frischen Luft ermöglichen. Des Weiteren gibt es Kinderspielgeräte sowie eine Wasserspielfläche, auf der die Kleinen in Verbindung mit Sand im Sommer planschen und matschen können.

Im August 2011 wurde ein Internationales Jugendworkcamp durchgeführt, bei dem ausländische Jugendliche sich bei der Gestaltung des Parks engagierten. Die Organisation des Workcamps übernahm die ijgd (Internationale Jugendgemeinschaftsdienste) in Zusammenarbeit mit Fachleuten vor Ort.


Das Projekt ist gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER): Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete im Rahmen des rheinland-pfälzischen Entwicklungsprogramms "Agrarwirtschaft, Umweltmaßnahmen, Landentwicklung" (PAUL) durch Beschluss der Lokalen Aktionsgruppe Hunsrück (LAG Hunsrück) vom 15.09.2009.

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz